SAFETY SYSTEM FOR A MOTORCYCLE

SAFETY SYSTEM FOR A MOTORCYCLE

[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Sicherheitssystem entsprechend dem Oberbegriff des...

Beschreibung

[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Sicherheitssystem entsprechend dem Oberbegriff des Anspruchs 1.[0002] Zur Verbesserung der Sicherheit im Straßenverkehr, insbesondere zur Minderung der Verletzungsfolgen von Unfällen aufgrund beispielsweise von Kollisionen mit anderen Verkehrsteilnehmern oder sonstigen Hindernissen sind Fahrzeugsicherheitsgurte, regelmäßig in Kombination mit Airbagsystemen heute als Standard anzusehen, zumindest soweit es um Personenkraftfahrzeuge geht. Durch die Sicherheitsgurte wird hierbei eine Rückhaltefunktion auf die zu schützende Person ausgeübt, so dass diese jedenfalls keinen unkontrollierten unfallbedingten Bewegungen unterliegt, wobei durch die Airbagsysteme Aufprallenergie zumindest teilweise absorbiert werden soll, um Verletzungsgefahren so gering wie möglich zu halten. Obgleich schwere Unfälle im Straßenverkehr für Motorradfahrer mit im Vergleich zu den Insassen eines Personenkraftwagens erheblicheren Verletzungsgefahren einhergehen, finden sich bisher - von der Schutzhelmpflicht abgesehen - kaum Aktivitäten gesetzgeberischer Art zur Verbesserung dieser Situation.[0003] Bekannt als Schutzsysteme für Motorradfahrer sind beispielsweise Airbagwesten, welche sensorgesteuert im Fall beispielsweise eines Auffahrunfalls expandieren und einen Teil des Körpers kissenartig schützen. Es handelt sich hierbei jedoch nur um einen außerordentlich begrenzten Schutz, der nur den Körperteilen gilt, der von dieser Spezialbekleidung abgedeckt ist. Ein weiterer Nachteil ist der geringe Tragekomfort für die jeweiligen Nutzer, ein Umstand, der geeignet ist, die Akzeptanz seitens der Verkehrsteilnehmer zu beeinträchtigen.[0004] Aus der DE 103 17 439 A1 ist ein Sicherheitssystem für ein Motorrad bekannt, bei welchem ein im Bereich des Lenkers angebrachter Airbag mit einem Rückhaltegurt kombiniert ist, der an seinem einen Ende an der Sitzbank des Motorrads angebracht ist und dessen anderes Ende an dem Motorradanzug des Fahrers befestigt ist und auf diese Weise eine Rückhaltefunktion ausüben soll. Über eine Crashsensorik wird eine Unfallsituation erkannt, welche den Airbag auslöst, wobei in diesem Fall der Rückhaltegurt nach Eintritt des Crashfalls und einer Absorption kinetischer Energie zeitlich verzögert ausgelöst wird. Hierbei wird somit davon ausgegangen, dass der Motorradfahrer während einer ersten Phase des Crashfalls durch den Rückhaltegurt noch an dem Motorrad gehalten wird und dass diese Verbindung erst in einer zweiten Phase gelöst wird. Durch die Energieabsorption während der ersten Phase soll die passive Sicherheit des Fahrers erhöht werden. Problematisch bleibt hierbei jedoch, dass der Schutz des Fahrers in Anbtracht der Vielzahl der möglichen Bewegungsabläufe bei Unfällen unvollkommen ist.[0005] Aus der US 2006/0066091 A1 ist ein Sicherheitssystem für ein Motorrad bekannt, bei welchem ein, in einem Crashfall eine Rückhaltefunktion auf den Fahrer ausübender Gurt vorgesehen ist, der über eine zentrale Verriegelungseinheit mit einem zum Erkennen eines eine Unfallgefahr anzueigenden Bewegungszustands des Motorrades signalisierenden Sensorsystem und motorradseitig ferner mit einem Retraktor im Verbindung steht. Die Verriegelungseinheit ist zur Verarbeitung der über das Sensorsystem übermittelten Daten und zur Generierung einer crashfallbedingten Lösung des Gurtes eingerichtet. Bei diesem bekannten Sicherheitsystem werden die unterschiedlichen Fallkonstellationen eines Unfalls nur teilweise beachtet.[0006] Aus dem US 8 925 669 B1 ist ein weiteres Sicherheitssystem für Motorräder bekannt, bei welchem jeweils dem Fahrersitz und dem Beifahrersitz ein aus zwei Teilen zusammengesetzter Sicherheitsgurt zugeordnet ist.Techniken, welche ein unfallbedingtes Lösen der Gurte betreffen, sind in dieser Druckschrift nicht offenbart.[0007] Es ist vor diesem Hintergrund die Aufgabe der Erfindung, ein Sicherheitssystem der eingangs bezeichneten Art unter Wahrung größtmöglichen Komforts für den Nutzer mit Hinblick auf einen weitergehenderen Schutz zu verbessern. Gelöst ist diese Aufgabe bei einem solchen Sicherheitssystem durch die Merkmale des Kennzeichnungsteils des Anspruchs 1.[0008] Erfindungswesentlich ist hiernach eine zentrale Verriegelungseinheit, welche mit einem, den Bewegungszustand des Motorrades erfassenden Sensorsystem in Verbindung steht, wobei dieser Bewegungszustand durch eine in die Struktur der Verriegelungseinheit integrierte Rechnereinheit analysiert und wobei das Ergebnis dieser Analyse zur selektiven Lösung eines Eingriffs der auf den Fahrer zunächst eine Rückhaltefunktion ausübenden wenigstens zwei Gurte benutzt wird. In jedem Fall wird ein Lösen des Eingriffs nach Eintritt eines Crashfalls zeitlich verzögert eingeleitet, um zumindest einen beträchtlichen Anteil der kinetischen Energie des Fahrers vorab zu absorbieren. Von der Art des Crashfalls abhängig, genannt seien an dieser Stelle lediglich beispielhaft die an sich bekannten Fälle eines

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Angeführte VerweiseIN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTEDiese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes. Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.In der Beschreibung aufgeführte PatentdokumenteDE10317439A1 [0004]US20060066091A1 [0005]US8925669B1 [0006]

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